„Ziel ist es, Unternehmen der Region bei einer verantwortungsvollen, fairen und nachhaltigen Rekrutierung von Auszubildenden und Fachkräften aus Drittstaaten zu unterstützen“, macht Tischner deutlich und unterstreicht, dass die Kreishandwerkerschaft schon seit Jahren eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem BMZ pflegt – unter anderem auch mit einem erfolgreichen Pilotprojekt zur Ausbildungs- und Arbeitsmigration, aber demnächst auch im Rahmen anderer Vorhaben, um den Bedarf an Auszubildenden für die Mitgliedsbetriebe im Einzugsgebiet zu unterstützen. Deshalb sei es für die KH und die Handwerksunternehmen in der Region selbstverständlich, auch zukünftig einen klaren Fokus auf Fairness und Verantwortung zu legen. „Deshalb begrüßen wir die Initiative des Bundesministeriums ausdrücklich. Uns ist es wichtig, dass wir klar machen, dass für uns nur eine faire Ausbildungs- und Fachkräftemigration in Frage kommt. Es geht hier um Menschen, die ihre Heimat, Familie und Freunde verlassen, um sich ein neues Leben in Deutschland aufzubauen. Wir versenden hier keine Pakete, sondern es geht natürlich um Menschen.“, so Tischner.
Deshalb habe man schon bei laufenden Projekten wie der Vermittlung junger Jordanier in eine Handwerksausbildung in der Region Wert darauf gelegt, nicht nur Menschen zu holen, sondern auch deren Bleiben zu sichern. Deshalb dürfe Fachkräftemigration nicht lediglich auf Anwerbung reduziert werden, ist Tischner im Einklang mit den Zielen der BMZ-Initiative überzeugt. „Entscheidend ist der langfristige Erfolg und damit die Integration hier vor Ort.“
Damit faire Migration auch zukünftig gelingen kann, braucht es aus Sicht des Kreishandwerkerschaft verlässliche Strukturen sowie klare Regeln – sowohl in Deutschland als auch in den Partnerländern. „Wichtig ist für uns ein verantwortungsvoller Handlungsrahmen – für die Betriebe, für die Herkunftsländer und vor allem für die Menschen, die zu uns kommen.“ Genau diesen Rahmen soll die WE‑Fair‑Initiative durch transparente Verfahren, Standards der fairen Rekrutierung, unterstützende Angebote in den Partnerländern und praktische Hilfen für Unternehmen in der Region schaffen. „Deshalb sind wir aus voller Überzeugung mit dabei und bewerten die Einladung zu dieser Allianz als Vertrauensbeweis unserer bisherigen Arbeit“, so Tischner.