Um die anstehenden Zukunftsaufgaben bewältigen zu können, seien in allen Bereichen gute Bildung und Ausbildung unverzichtbar - beispielsweise auch bei Renaturierungsarbeiten, wo gut qualifizierte Arbeitskräfte erfolgreiche Arbeiten erst ermöglichen. „Die Grundlagen dafür werden in den Lehrgängen der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung gelegt, die unter anderem unsere Fachinnung für Land- und Baumaschinentechnik organisiert“, so Tischner weiter.
Viele Mitgliedsunternehmen aus den Bauinnungen in den Kreisen Steinfurt und Warendorf würden gerne noch mehr in Sachen Nachhaltigkeit unternehmen, weiß Tischner. Leider gebe es nach wie vor große bürokratische Hemmnisse beim Einsatz von Recyclingbaustoffen, bat er den Minister, die Regelungen der Ersatzbaustoffverordnung unbürokratischer zu gestalten: „Die Wiederverwendung von Material birgt auch ein hohes Einsparpotential von Klimagasen.“
Dass unbürokratischere Lösungen möglich sind, verdeutlichte Tischner mit Blick auf das Einwegkunststofffondsgesetz. Das hatte ursprünglich auch Stollenverpackungen von 500 oder 750 Gramm als „to go“-Verpackung qualifiziert. Hierzu gab es auch von der Kreishandwerkerschaft Steinfurt Warendorf laute Proteste, umso mehr freut es das Handwerk, dass diese Regelung zur Erleichterung der heimischen Innungsbäcker zurückgenommen worden ist: „Niemand isst eine solche Menge Stollen quasi aus der Verpackung.“ Dies sah der Bundesminister übrigens genauso und er freute sich über die handwerklich hergestellten Plätzchen eines Innungsbäckers als kleines Präsent.