Aktionsbündnis „Inklusion Münsterland“ gewinnt Inklusionspreis des Landes NRW

Große Ehre für das Aktionsbündnis „Inklusion Münsterland“: Die aus dem Bündnis für Inklusion und Arbeit im Kreis Steinfurt entstandene Initiative ist Gewinnerin des 1. Preises des Inklusionspreises des Landes Nordrhein-Westfalen in der Kategorie „Inklusion und Arbeit“. Überreicht wurde der Preis am Mittwoch in der Düsseldorfer Messe von Ministerpräsident Hendrik Wüst und Arbeitsminister Karl-Josef Laumann. Insgesamt waren 285 Bewerbungen eingereicht worden.

„Sie setzen sich dafür ein, dass Menschen mit und ohne Behinderung ihr Leben ganz selbstverständlich miteinander teilen“, gratulierte Hendrik Wüst allen Preisträgern. „Die Wege zu mehr Teilhabe sind vielfältig“, weiß der NRW-Ministerpräsident mit Blick auf die verschiedenen ausgezeichneten Projekte. Immer gelte aber: „Wenn alle mitmachen, entstehen die besten Ideen und die besten Lösungen und dann profitiert eine ganze Gesellschaft. Für die Landesregierung ist klar: Bei uns in NRW gehört jeder Mensch dazu.“

Er sei sehr dankbar dafür, dass es in NRW Menschen gebe, die für Inklusion begeisterten und das Thema so ins Rollen brächten, dass es in den unterschiedlichsten Regionen des Landes auch gelebt werde, stellte NRW-Sozialminister Karl-Josef Laumann in seiner Festrede heraus: „Preise sind eine sehr gute Möglichkeit, ganz hervorragende Projekte ins Rampenlicht zu rücken.“ 

Warum genau die Initiative „Inklusion Münsterland“ preiswürdig ist, hatte Claudia Dunschen (Landesverband der Unternehmerverbände NRW) in ihrer Laudatio herausgestellt. „Die Initiative bringt Arbeitgeber und Menschen mit Behinderung zusammen, macht erfolgreiche Beispiele aus unternehmen sichtbar und zeigt, wie Inklusion in der Praxis gelingen kann. Damit ermutigt sie weitere Arbeitgeber, diesen Weg zu gehen.“ Vorbildlich sei zudem, dass rund 40 Partner aus Wirtschaft, Verwaltung, sozialen Einrichtungen und weiteren Bereichen innerhalb der Initiative über geographische Grenzen hinaus zusammenarbeiteten: „So ist aus vielen einzelnen Stimmen eine gemeinsame, starke Botschaft geworden.“ 

Eine Botschaft, die im Münsterland nicht mehr zu übersehen ist. Auf Großflächenplakaten, Bauzaunbannern, bei Open-Air-Kinoaufführungen, in Kinos, in Radiospots und Zeitungsanzeigen sowie auf Social Media transportieren die Partner der Initiative den Slogan „Fünf Prozent mehr Inklusion sind 5000% mehr Potential“ seit dem Kampagnenstart vor rund zwei Jahren in die Region. „Die besondere Würdigung der Jury und die Verleihung des Inklusionspreises des Landes NRW sind für uns ein guter Moment, auch ein erstes Fazit zu ziehen“, betonen Tanja Schmidt (Jobcenter), Christian Holterhues (WESt) und Frank Tischner (Kreishandwerkerschaft) für das Organisationsteam. Und auch der mehrfache Para-Weltmeister Mathias Mester ist begeistert: „Als Schirmherr erfüllt es mich mit großer Freude und Stolz, dass diese tolle Kampagne diese verdiente Anerkennung in Nordrhein-Westfalen erfährt. Es zeigt eindrucksvoll, was Menschen mit Engagement, Herz und Überzeugung gemeinsam bewegen können.“

Dass die Kampagne Menschen und auch die Zielgruppe erreicht, wird immer wieder deutlich. Beim jüngsten Treffen des Bündnisses im Kreis Steinfurt berichteten Mitglieder des Inklusionsbeirates des Kreises Steinfurt von Unternehmen, die sich aufgrund der Kampagne nicht nur mit dem Thema beschäftigt, sondern konkret Menschen mit Behinderung eingestellt haben. Auch habe sich die Bereitschaft, Menschen mit Behinderungen Praktikumsplätze anzubieten, bei den Unternehmen erhöht, ergänzen Vertreter von Werkstätten für behinderte Menschen. Und auch Übergänge auf Arbeitsplätze in Form sogenannter Außenarbeitsplätze einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung gelingen.

„Dieser Preis ist für uns Motivation und Antrieb, weiterzumachen“, ist sich das Aktionsbündnis einig. Erste Ideen für weitere Aktionen gibt es bereits, diese sollen nun mit den Partnern diskutiert und dann auch umgesetzt werden. Denn die Stärke von „Inklusion Münsterland“ soll auch zukünftig das Miteinander bleiben, das die Partner im Münsterland zusammengebracht und Unternehmen aus Handwerk, Industrie und Landwirtschaft für die initiative gewonnen hat. Oder, um es mit den Worten von Laudatorin Claudia Dunschen zu sagen: „Sie haben aus einer Idee ein starkes regionales Bündnis gemacht, das weit über das Münsterland hinaus Vorbild sein kann.“

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Freuen sich über den gemeinsamen Erfolg: v.l. Christian Holterhues, Roman von Janta Lipinski, Axel Pieper, Kornelia Eschhaus, Malin Mohrmann, Annette Philipp, Tanja Schmidt, Frank Tischner, Julia Roesler, Zornitza Ivanov und Udo Nospickel. Foto: Andrea Bowinkelmann
Die Trophäe des Inklusionspreises NRW geht an das Aktionsbündnis „Inklusion Münsterland“.