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Schutzgemeinschaft Steinfurt

Einbrecher kommen, wenn niemand zu Hause ist

Wenn man bei der Rückkehr aus dem Traumurlaub zu Hause in einem Albtraum landet, dann heißt es oft: „Bei uns wurde eingebrochen!“ Das muss nicht passieren, denn man kann vorsorgen.

Der Urlaub ist gebucht, die Koffer sind gepackt, die Vorfreude auf die schönsten Wochen des Jahres ist groß. Jetzt noch schnell überprüfen, ob das Licht überall aus ist und die Fenster geschlossen, dann die Tür ins Schloss gezogen und ab geht’s in den wohlverdienten Sommerurlaub. Im Flieger geht man alles noch einmal durch – „Ja, abgeschlossen war alles“, und entspannt sich in dem beruhigenden Gefühl, dass zu Hause alles sicher ist. Doch das ist oftmals ein großer Irrtum.

Auch, wenn die Standardtür zugezogen und das Standardfenster geschlossen ist, stellt dies für Einbrecher kein wirkliches Hindernis dar. Ausgerüstet mit einem Schraubendreher gelingt es ihnen oftmals in weniger als 30 Sekunden Tür oder Fenster aufzuhebeln. Nach dem Motto „Schnell rein und schnell wieder raus“ durchwühlt der Einbrecher Schränke und Schubladen und nimmt mit, was er an wertvollen Gegenständen finden kann. Er kennt jedes Versteck, da bleibt kaum etwas unentdeckt. Nach wenigen Minuten verlässt er das Haus so unauffällig wie er gekommen ist und zurück bleibt eine verwüstete Wohnung.

Um den Albtraum „Einbruch“ erst gar nicht wahr werden zu lassen, wurde auf Initiative von Polizeibehörden das Netzwerk „Zuhause sicher“ mit der Schutzgemeinschaft Steinfurt gegründet. „Zuhause sicher“ und die Schutzgemeinschaft Steinfurt bieten – z. B. mit ihrer Homepage – einen Überblick über die polizeilichen Empfehlungen und rät Mietern und Eigentümern eine polizeiliche Beratung in Anspruch zu nehmen. Um die polizeilichen Ratschläge zur mechanischen und elektronischen Sicherung umzusetzen, empfiehlt es sich, auf Fachbetriebe der Schutzgemeinschaft zurückzugreifen. Mitglieder der örtlichen Schutzgemeinschaften sind speziell geschult und in der Lage, DIN-geprüfte Technik fachgerecht zu projektieren, zu montieren und zu warten.

Einbruchstatistik gibt keinen Anlass zur Entwarnung

Einbruchschutz kann auch optisch sehr ansprechend sein. Dass ein Metallgitter effektiv vor Einbrüchen schützt, davon machten sich Erwin Eismann (v.l.), KH-Hauptgeschäftsführer Frank Tischner, Landrat Dr. Klaus Effing, KH-Bereichsleiter Alfred Engeler und Hausherr Georg Teigeler an einem Stand ein Bild.

Die Zahl der Einbrüche ist landesweit rückläufig – doch von Entwarnung kann keine Rede sein. Erwin Eismann, Vorsitzender der Schutzgemeinschaft Steinfurt, warnte am Sonntag dringend davor, das Thema Einbruchschutz zu vernachlässigen. „Denn auch wenn die Zahlen 2017 im Vergleich zum Vorjahr gesunken sind, bewegen sie sich insgesamt nach wie vor auf hohem Niveau“, sagte er zur Eröffnung der Einbruchschutzmesse der Schutzgemeinschaft Steinfurt im Autohaus Elmer in Emsdetten. Auch Landrat Dr. Klaus Effing, Schirmherr der Veranstaltung, warnte vor einem sorglosen Umgang mit dem Thema Sicherheit für das eigene Zuhause. „Die Zahlen geben keinen Anlass, um sich in Sicherheit zu wiegen.“

Was die in der Schutzgemeinschaft Steinfurt organisierten Unternehmen zu bieten haben, um Einbrüchen den Riegel vorzuschieben, stieß bei den Besuchern auf große Resonanz. Zahlreiche Gäste nutzten die Gelegenheit, um sich über mechanische und elektronische Sicherungssysteme für Fenster, Haustüren, Kellerschächte und Co. zu informieren. Die Vertreter der Unternehmen standen den Besuchern den gan-zen Tag Rede und Antwort und zeigten anhand von Beispielen, wie effektiv oft schon kleine Nachrüstun-gen wirken können.

Die Schutzgemeinschaft ist ein Zusammenschluss verschiedenster Handwerksunternehmen aus dem Kreis Steinfurt. In die Schutzgemeinschaft, die unter dem Dach der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf angesiedelt ist, werden ausschließlich Betriebe aufgenommen, die durch ihre Betriebsausstat-tung sowie Qualifizierungsmaßnahmen fundierte Fachkenntnisse nachweisen können. Die Betriebe sind vom Landeskriminalamt (LKA) geprüft und als anerkannter Einrichter gelistet.

Für das Jahr 2017 weist die Statistik deutschlandweit 116.000 Einbrüche auf. Ein Großteil der Delikte geht auf das Konto organisierter krimineller Banden. „Und in welchen Regionen diese gerade aktiv sind, lässt sich nur schwer vorhersagen“, sagte der Landrat. Dass die hiesige Region aktuell nicht ganz oben auf der Liste der Banden steht, sei auch ein Verdienst der guten Arbeit der Schutzgemeinschaft. Im Netzwerk mit der Polizei im Kreis Steinfurt leisteten die ihr angeschlossenen Betriebe einen großen Bei-trag, um Einbrechern das Handwerk zu legen. Erwin Eismann gab das Kompliment umgehend zurück. „Bei unserer Arbeit erfahren wir immer wieder, welch hervorragende Beratung und Aufklärung die Polizei hier vor Ort leistet. Die Hausbesitzer wissen schon sehr gut, worauf es ankommt.“

Schutzgemeinschaft Warendorf

Diebe machen keinen Urlaub

„Ab in den Urlaub“ heißt es mit dem Beginn der Schulferien, seien es die Oster-, Sommer- oder Herbstferien - für viele im Kreis Warendorf. Oftmals ist es jedoch dann mit der lang ersehnten Erholung schnell vorbei, wenn Einbrecher in das verlassene Haus eingedrungen sind.  

Insbesondere vor der Ferienzeit sollten sich Urlaubsreisende Gedanken über geeignete Sicherungsmaßnahmen für das Haus oder die Wohnung machen, empfiehlt die Schutzgemeinschaft Warendorf des Netzwerks „Zuhause sicher“ unter der Leitung der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf mit ihren speziell auf Sicherheitsfragen hin geschulten Handwerkern.  

Der Verein bietet in Zusammenarbeit mit den Fachleuten für Einbruchschutz der örtlichen Kreispolizeibehörde eine optimale Beratung und Unterstützung bei der Sicherung des Zuhauses – natürlich nicht nur zur Urlaubszeit.  

Neben vielen technischen Sicherheitsvorkehrungen am und im Haus, die das Zuhause sicherer machen, gibt es auch einige Grundregeln, die man bei einer längeren Abwesenheit der Bewohner, wie z. B. in der Urlaubszeit, beachten sollte. Die Handwerker und die Polizei Warendorf raten deshalb allen Urlaubsreisenden:

  • Alle Türen und Fenster verschließen, denn gekippte Fenster täuschen keine Anwesenheit vor, sondern locken nur die Einbrecher an
  • Den Nachbarn über die bevorstehende Urlaubsreise informieren und ihn oder Bekannte bitten, die Rollläden morgens und abends zu bedienen, denn heruntergelassene Rollläden sind für Einbrecher ein deutliches Signal, dass Häuser oder Wohnungen derzeit gerade unbewohnt sind.
  • Auch Post-Berge sollten vermieden werden, deshalb für die regelmäßige Leerung des Briefkastens sorgen oder „postlagern“. Der Hinweis „Bitte keine Werbung“ verhindert zudem das ungewollte Füllen des Briefkastens.
  • Nicht nur als Blumen- und Gartenfreund sollte man während der Abwesenheit jemanden bitten, sich um den Garten zu kümmern. Und wenn der Nachbar in dieser Zeit sein Auto in der Einfahrt parkt, sieht das Haus schon nicht mehr so unbewohnt aus.
  • Und Bargeld und Schmuck gehören während der Urlaubsabwesenheit selbstverständlich an einen sicheren Platz, wie z. B. in ein Bankfach,  und keinesfalls in das verwaiste Haus.

Informationen zum Einbruchschutz – auch außerhalb der Urlaubszeit – bietet das Kriminalkommissariat für Kriminalprävention und Opferschutz der Kreispolizeibehörde Warendorf.

© 2019 KH Steinfurt-Warendorf