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29.07.2019

„Modernisierungspakt Berufliche Bildung“ ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung

KH-Hauptgeschäftsführer Frank Tischner begrüßt die NRW-Initiative für mehr Gleichwertigkeit in der Bildung


KH-Hauptgeschäftsführer Frank Tischner begrüßt den geschlossenen „Modernisie-rungspakt Berufliche Bildung“

Hauptgeschäftsführer Frank Tischner von der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf begrüßt den von Arbeitsminister Karl-Josef Laumann und den Spitzenvertretern des Handwerk und der Industrie in Nordrhein-Westfalen unterzeichnete „Modernisierungspakt Berufliche Bildung“, in dem eine Investitionsoffensive an den überbetrieblichen Bildungsstätten mit der Verdoppelung der Fördermittel des Landes auf 8 Millionen Euro jährlich vorgesehen ist.

„Der von uns immer wieder geforderten Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung kommt dieser Pakt ein Stück entgegen“, so Tischner. „Denn nur mit umfassenden Investitionen in unsere Bildungszentren in Beckum und Rheine können wir die Ausbildung im Handwerk attraktiv und zukunftssicher gestalten.“ Der KH-Hauptgeschäftsführer sieht in dem jetzt geschlossenen Modernisie-rungspakt – letztendlich auch wegen eines Investitionsstaus in NRW in Höhe von geschätzten 260 Millionen Euro - aber nur einen ersten Schritt in die richtige Richtung. „Da ist noch Luft nach oben“, meint er und verweist hierbei auch auf die Relation der Förderung für die 120 überbetrieblichen Bildungsstätten in NRW, die neben den 8 Millionen Euro vom Land NRW auch vom Bund mit 18 Millionen gefördert werden. „Das sind auf jede Einrichtung verteilt rd. 220.000 € jährliche Förderung. Allein die Westfälische Wilhelms-Universität in Münster erhielt nach dem Förderatlas der Deutschen Forschungsgemeinschaft in der Zeit von 2014 - 2016 Fördermittel für Forschung und Innovation von 86,3 Millionen Euro.“

Tischner will keine Äpfel mit Birnen vergleichen. Es geht ihm vielmehr um die Wahrnehmung. Er möchte Politik und Öffentlichkeit dafür sensibilisieren, dass im Bereich der beruflichen Bildung die Wirtschaft selbst ih-ren Beitrag leistet und nicht alles steuerfinanziert ist. „Wenn jetzt vereinbart wurde, dass in den nächsten zehn Jahren jährlich 40 Millionen für die Modernisierung der Bildungszentren in NRW eingesetzt werden, bedeutet dies auch, dass die Träger dieser Einrichtungen wie z. B. die Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf, selbst jährlich 14 Millionen Euro aufbringen werden müssen, wie letztendlich von den Betrieben kommen. Im Hinblick auf die Zukunftsaufgaben wie Fachkräftegewinnung und –sicherung für die Unternehmen und die Versorgung der Menschen in der Region freut sich Tischner aber über die Initiative: „Als Hauptgeschäftsführer einer Handwerksorganisation kämpfe ich natürlich immer um mehr Anerkennung für die Ausbildungsleistung der kleinen und mittleren Unternehmen im Handwerk und darf mich nicht so schnell zufrieden geben, aber der jetzt geschlossene Modernisierungspakt ist ein starkes Signal vom Land NRW an die Wirtschaft und deren Engagement für die Berufsausbildung.“


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