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Aktuelles

14.08.2018

Arbeitsagentur und Kreishandwerkerschaft ziehen an einem Strang

Meinungsaustausch mit der Geschäftsführung der Agentur für Ar-beit Rheine


Tauschten sich zu Fragen der Ausbildung und der Fachkräftesicherung aus: v.l.n.r. Frank Tischner (Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf), Reiner Zwilling (Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Rheine), Annette Höltermann (Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Rheine), Günter Schrade (Geschäftsführer Bildung der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf)

In einem Meinungs- und Informationsaustausch mit dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Rheine Reiner Zwilling und Annette Höltermann als neue Geschäftsführerin Operativ besprachen Hauptgeschäftsführer Frank Tischner und Geschäftsführer Günter Schrade von der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf aktuelle Themen, die die Arbeitsagentur und die Kreishandwerkerschaft als Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband für das Handwerk in der Region ge-meinsam bearbeiten möchten.

Verhalten zufrieden zeigten sich die Vertreter des Handwerks über die Entwicklung der neu abgeschlossenen Berufsausbildungsverträge, die, im Vergleich zum Vorjahr, nochmals eine positive Entwicklung aufzeigen. „Aber abgerechnet wird zum Schluss“, relativiert KH-Hauptgeschäftsführer Frank Tischner die Zahlen. „Verlässlichere Aussagen lassen sich erst zum 1. September machen, wenn die Ausbildung begonnen und die Schulferien zu Ende sind. Erst dann wird sich zeigen, ob das positive Ergebnis des Vorjahres erreicht werden kann.“ Auch wenn es wahrscheinlich kein Rückgang bei den Ausbildungsverträgen geben wird, so zeigen sich die Vertreter des Handwerks nicht völlig zufrieden. „Es konnten abermals so einige Ausbildungsstellen im Handwerk nicht besetzt werden. Auch ist es schwierig, leistungsstarke Jugendliche für eine Ausbildung im Handwerk zu gewinnen“, so Günter Schrade, als Geschäftsführer für den Bereich der Bildung bei der Kreishandwerkerschaft zuständig.

Die Zahlen, die der Arbeitsagentur Rheine vorliegen, bestätigen diese Aussage, so der Vorsitzende der Geschäftsführung Reiner Zwilling. „Erstmals seit mehreren Jahren war im Juni im Kreisgebiet die Zahl der gemeldeten Berufsausbildungsstellen höher als die Zahl der gemeldeten Bewerber.“ Damit die Schere nicht noch weiter auseinanderklafft, arbeiten die Agentur für Arbeit und Kreishandwerkerschaft eng zusammen. Denn die Gewinnung von Berufsnachwuchs und die ausreichende Deckung des Fachkräftebedarfs bei den Unternehmen in der Region sind wichtige Stellschrauben für die Stabilität der Wirtschaft, darin sind sich die Gesprächspartner einig.

Angesichts der guten Beschäftigungslage sollte nach Überlegungen von Annette Höltermann, die als Geschäftsführerin Operativ unter anderem für die Arbeitsvermittlung, den Arbeitgeberservice, die Berufsberatung und die berufliche Rehabilitation verantwortlich zeichnet, der Fokus auf die gering Qualifizierten und Langzeitarbeitslosen gerichtet werden, um deren Vermittlungschancen in den ersten Arbeitsmarkt zu erhöhen. „Der Bedarf in der Wirtschaft ist da, und damit wäre sowohl den Menschen wie auch den Unternehmen geholfen“, so Annette Höltermann.

Auch die berufliche Integration von Flüchtlingen und Migranten durch Ausbildung und Qualifizierung ist nach Auffassung von KH-Hauptgeschäftsführer Frank Tischner ein machbarer und sinnvoller Schritt um vakante Stellen in den Betrieben zu besetzen, den viele Handwerksunternehmen mitgehen würden, wenn es nicht einen Wust an bürokratischen Vorschriften und rechtlichen Hemmnisse gebe. Hier ge-meinsame Lösungen zu suchen und umzusetzen, ist eines der Ziele der Zusammenarbeit der Arbeitsagentur und der Kreishandwerkerschaft, die in der Vergangenheit schon oftmals im Interesse der Menschen und der Unternehmen erfolgreich kooperiert haben.


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